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Medienberichte

Videos, Zeitungsartikel und Dokumentationen zu Fluorchinolonen und FQAD

MediumTitelAutor/QuelleDatumThema/SchwerpunktBezug zu FQ & FQAD
VideoDoctors as Patients (with subtitles)Anil about ME01.05.2025ME/CFS · Long COVID · POTS · Post-Exertional Malaise (PEM) · postinfektiöse Erkrankungen · Ärzt:innen als Betroffene · Psychologisierung körperlicher Erkrankungen · Schaden durch GET/CBT · Systemversagenindirekt
VideoChronisch krank, chronisch ignoriertARTE24.02.2025ME/CFS · Long COVID · Post-Vac-Syndrom · POTS · Multisystemerkrankungen · Neuroimmunologie · Medikamentenschäden (FQAD) · Versorgungslücken · Stigmatisierung · politisches Systemversagendirekt
InterviewWas Sie über Fluorchinolon-Antibiotika wissen müssen – Dr. Stefan PieperThis Is Floxed2025Fluorchinolone · FQAD · Pathomechanismen · Diagnostik · Aufklärung · ärztliche Verantwortungdirekt
InterviewCiprofloxacin – Ein Antibiotikum mit viel Schatten (Teil 1)Nuothek2022Ciprofloxacin · Fluorchinolone · Langzeitschäden · Mikrobiom · FQAD · Aufklärungdirekt
InterviewCiprofloxacin – Ein Antibiotikum mit viel Schatten (Teil 2)Nuothek2022Ciprofloxacin · Fluorchinolone · Ursachen · Patientenerfahrungen · FQADdirekt
InterviewBehandlung von Nebenwirkungen von Antibiotika – Teil 1Antibiotic Side Effects & Adverse Reactions2023Fluorchinolone · FQAD · Pathogenese · oxidative Schäden · mitochondriale Dysfunktion · Diagnostikdirekt
InterviewBehandlung von Nebenwirkungen von Antibiotika – Teil 2Antibiotic Side Effects & Adverse Reactions2024Fluorchinolone · FQAD · Sehnen- und Nervenschäden · Kollagen · Neurotoxizität · Therapieansätzedirekt
InterviewBehandlung von Nebenwirkungen von Antibiotika – Teil 3Antibiotic Side Effects & Adverse Reactions2023Fluorchinolone · FQAD · neuropsychiatrische Symptome · GABA-Störungen · MCAS · Fehldiagnosendirekt
InterviewFluorchinolone Antibiotika – Nebenwirkungen, Langzeitschäden, Erfahrungen (Auszug)Sören Schumann2023Fluorchinolone · Langzeitschäden · Mitochondrien · Nervenschäden · Patientenerfahrungen · FQADdirekt
AufklärungsvideoGefloxed und seltsame neurologische Symptome! Bist du verrückt?!Dr. Hugh Wegwerth, D.C.2019Neurotoxische Wirkungen von Fluorchinolonen, GABA-Störung, autonome Dysregulationdirekt
VideoHohes Risiko für lebensbedrohliche unerwünschte Ereignisse von FluorchinolonenDeutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)2025Erhöhtes Risiko lebensbedrohlicher Nebenwirkungen von Fluorchinolonen auf Basis großer Real-World-Daten.direkt
InterviewFluorchinolone: „Deutsche Behörden haben total versagt“ – Teil 1Coliquio2020Behördenversagen, verspätete Warnungen, soziale Folgen für Betroffenedirekt
InterviewDr. Stefan Pieper über ärztliche Kollegen und das Leid der Patienten – Teil 2Coliquio2020Systemisches Versagen, Fehldiagnosen, mitochondriale Schädendirekt
VideoFluorchinolone: Wirkmechanismen und ResistenzMechanisms in Medicine2011DNA-Gyrase-Hemmung, Topoisomerase, bakterielle DNA-Schädigungdirekt
VideoFluorchinoloneDoktorfreund / Dr. Sybille Freund2020FQAD, Nervenschäden, Aortenrisiken, mitochondriale Toxizitätdirekt
VideoGefährliche Antibiotika. Fluorchinolone und ihre Langzeitschäden.Masha Frenkel2024Langzeitschäden, Neurotoxizität, Sehnen- und Gefäßschädendirekt

Öffentlichkeit für Fluorchinolon-Schäden

Eine erste Übersicht vorhandener Veröffentlichungen – es gibt jedoch bei Weitem mehr.

Videos

Artikel

Dokus, Reportagen & Berichte

Interviews

Betroffene

Angrenzende Themen


Videos: Fluorchinolone & FQAD


Dr Hugh Wegwerth D.C. | 2019

Gefloxed und seltsame neurologische Symptome! Bist du verrückt?!?!

Das Video erklärt, dass eine Fluorchinolon-Toxizität reale körperliche Schäden am zentralen Nervensystem verursacht, indem sie insbesondere die GABA-Rezeptoren im Kleinhirn (Cerebellum) schädigt. Das Kleinhirn fungiert normalerweise als „Torwächter“, der entscheidet, welche Informationen das Gehirn erreichen; ist diese Filterfunktion gestört, wird das System von Impulsen überflutet. Dies führt zu einer massiven Dysregulation des autonomen Nervensystems, bei der ein dominanter „Fight-or-Flight“-Zustand (Sympathikus) den erholsamen „Relax-and-Digest“-Modus (Parasympathikus) verdrängt. Die daraus resultierenden neurologischen Symptome – wie Herzrasen, Verdauungsprobleme, Muskelzucken, Tremor, Kribbeln, Angstzustände, Gleichgewichtsstörungen und extreme Erschöpfung – sind somit neurologisch begründbar und keineswegs rein psychischer Natur, auch wenn sie im herkömmlichen Medizinsystem oft fälschlicherweise als solche abgetan werden. Das Video macht deutlich, warum diese Symptome real, körperlich erklärbar und keineswegs „verrückt“ sind. (kI)
Länge: 17 min.


Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. | 2025

Hohes Risiko für lebensbedrohliche unerwünschte Ereignisse von Fluorchinolonen

Das Video fasst eine große deutsche Kohortenstudie (BMC Medicine, 2025) zusammen, die ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Nebenwirkungen von Fluorchinolonen zeigt – insbesondere bei jungen Erwachsenen. Untersucht wurden auf Basis von Daten von rund 28 Millionen AOK-Versicherten unter anderem die Gesamtmortalität (Sterblichkeit), Hepatotoxizität (Leberschäden), Herzrhythmusstörungen sowie Aortenaneurysmen und -dissektionen im Vergleich zu anderen Breitbandantibiotika. Die Ergebnisse liefern wichtige Real-World-Evidenz für alters- und geschlechtsspezifische Risiken: So wiesen Frauen unter 40 Jahren ein erhöhtes Risiko für Leberschäden und Sterblichkeit auf, während bei Männern in dieser Altersgruppe vermehrt Herzrhythmusstörungen beobachtet wurden. Diese Erkenntnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer strengeren, individualisierten Nutzen-Risiko-Abwägung in der klinischen Praxis, um schwerwiegende Ereignisse durch eine gezieltere Auswahl von Antibiotika zu vermeiden. (kI)
Länge: 10 min.


Coliquio | 2020

Fluorchinolone: „Deutsche Behörden haben total versagt“ – Teil 1

Das Video kritisiert ein totales Versagen der deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden, da diese handfeste Warnungen (wie die Blackbox-Warnungen der US-amerikanischen FDA) über Jahre hinweg ignorierten. Erst aktuelle Rote-Hand-Briefe thematisieren nun die Irreversibilität der Schäden, Fatigue-Symptomatik sowie die gravierenden sozialen Folgen für die Betroffenen.

Viele Patienten erleiden einen massiven sozialen Abstieg, da sie arbeitsunfähig werden, aber oft weder Rente noch Unterstützung von den Krankenkassen erhalten. Trotz wissenschaftlicher Belege für die schweren Schäden – etwa durch Institute der Krankenkassen selbst – müssen Patienten ihre Diagnostik oft selbst finanzieren. Zudem mangelt es an spezialisierten Reha-Einrichtungen, weshalb Betroffene im Gesundheitssystem häufig fälschlicherweise psychiatrisiert und mit Diagnosen wie Depressionen oder somatischen Störungen belegt werden. (kI)
Weiter: Teil 1: „Bei Fluorchinolonen haben die Aufsichtsbehörden total versagt“
Länge: 4 min.


Coliquio | 2020

Dr. Stefan Pieper über ärztliche Kollegen und das Leid der Patienten – Teil 2

In dem Video berichtet Dr. Stefan Pieper über das Leid von Patienten nach der Einnahme von Fluorchinolonen und kritisiert ein massives systemisches Versagen der Gesundheitsbehörden und Institutionen in Deutschland. Er erläutert auf Basis seiner Praxiserfahrung mit hunderten Betroffenen, dass die Schäden oft auf mitochondrialer Ebene und durch Apoptose (programmierten Zelltod) entstehen. Aufgrund der Komplexität der Symptome und einer häufig unzureichenden Aufklärung der Patienten fordert Pieper eine bessere epidemiologische Erfassung und eine spezialisierte Behandlung, die über das aktuelle Angebot der Krankenkassen hinausgeht. (kI)
Weiter: Teil 2: So gehen Ihre Kollegen mit Fluorchinolonen um
Länge: 3 min.


Mechanisms in Medicine | 2011

Fluorchinolone: ​​Wirkmechanismen und Resistenz

Die Animation erklärt anschaulich die DNA-Replikation bei Bakterien und zeigt, welche zentrale Rolle DNA-Gyrase und Topoisomerase IV dabei spielen. Dargestellt wird, wie Fluorchinolone diese Enzyme hemmen, DNA-Brüche verursachen und so die bakterielle Zellteilung verhindern – inklusive eines Überblicks zu Wirkmechanismus, Zielenzymen, Spektrum und Resistenzentwicklung. (kI)
Länge: 8 min.


Doktorfreund | 2020

Fluorchinolone

In diesem Video warnt Dr. Sybille Freund vor den erheblichen gesundheitlichen Gefahren der Fluorchinolon-Antibiotika wie Ciprofloxacin, die trotz ihres Status als Reserveantibiotika noch immer millionenfach verschrieben werden. Sie erläutert das Krankheitsbild der Fluorchinolon-assoziierten Behinderung (FQAD), welche durch massive Schädigungen des Nervensystems, der Hauptschlagader sowie durch Sehnenabrisse gekennzeichnet ist und sogar zu Todesfällen führen kann. Die toxische Wirkung dieser Medikamente beruht primär auf einer Schädigung der Mitochondrien, was zu oxidativem Stress und Zellabbau führt, sowie auf der Aktivierung kollagenabbauender Enzyme. Zu den vielfältigen Symptomen zählen neben Muskel- und Gelenkschmerzen auch neurologische Beeinträchtigungen wie Krampfanfälle, Halluzinationen und Konzentrationsstörungen, wobei die Risiken durch die Kombination mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen noch steigen. Da die Wirkstoffe vermutlich langfristig in den Zellen verbleiben, fordert die Ärztin eine strikte Indikationsstellung nur in lebensbedrohlichen Notfällen und empfiehlt bei bereits bestehenden Schäden therapeutische Ansätze wie die Gabe bestimmter Vitamine oder ein spezielles Höhentraining zur Regeneration der Mitochondrien. (kI)
Länge: 11 min.


Masha frenkel | 2024

Gefährliche Antibiotika. Fluorchinolone und ihre Langzeitschäden.

In diesem Video warnt Masha Frenkel vor den massiven Gefahren von Fluorchinolonen, die sie als die möglicherweise gefährlichsten synthetischen Wirkstoffe bezeichnet, da sie die bakterielle DNA-Replikation durch die Hemmung der Enzyme DNA-Gyrase und Topoisomerase unterbrechen. Das fundamentale Problem besteht darin, dass diese Medikamente auch die Mitochondrien im menschlichen Körper schädigen, da diese eine bakterienähnliche Struktur besitzen, was zu weitreichenden und oft irreversiblen Langzeitschäden führt. Die Palette der Nebenwirkungen ist extrem breit und umfasst unter anderem Sehnenrisse, periphere Neuropathien, Netzhautablösungen, Aortendissektionen sowie schwerwiegende psychiatrische Störungen wie Psychosen und Suizidalität. Frenkel erläutert zudem die biochemischen Hintergründe, wie etwa die Bindung an lebenswichtige Kationen (Magnesium, Zink, Eisen), die Hemmung von GABA-Rezeptoren im Gehirn und die Störung der Entgiftungsphasen in der Leber. Sie rät dringend dazu, diese Medikamente nur im absoluten Notfall zu akzeptieren, vorab stets einen bakteriellen Nachweis einzufordern. (kI)
Länge: 1:13 h



Artikel: FQ & FQAD


Gefährliche-Antibiotika-Fluorchinolone-für-mehr-Nebenwirkungen-verantwortlichHerunterladen
Alice Lanzke | 2020

Gefährliche Antibiotika: Fluorchinolone für mehr Nebenwirkungen verantwortlich

Der Artikel „Gefährliche Antibiotika: Fluorchinolone für mehr Nebenwirkungen verantwortlich“ beleuchtet die erheblichen Risiken dieser Antibiotikaklasse. Auf Basis von Auswertungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) wird dargestellt, dass Fluorchinolone trotz bekannter Warnungen häufig verordnet wurden und mit schweren, teils langanhaltenden Nebenwirkungen wie Sehnen- und Nervenschäden, Gefäßkomplikationen sowie neuropsychiatrischen Symptomen in Verbindung stehen. Der Beitrag kritisiert zudem den späten und unzureichenden Umgang von Behörden und Ärzteschaft mit diesen Risiken und unterstreicht die Notwendigkeit einer deutlich zurückhaltenderen Verordnung und besseren Aufklärung.


A-163-A-DrPieper-Fluoroquinolone (1)Herunterladen
OM & Ernährung | 2018

Pathogenese und Therapie der
Fluoroquinolone-Associated Disability
(FQAD)

Fluorchinolone sind eine häufig verordnete Antibiotikagruppe in Deutschland, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass sie schwere und teils irreversible Nebenwirkungen verursachen können. Laut Berechnungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) erhielten 2018 rund 3,2 Millionen Patient:innen Fluorchinolone. Hochgerechnet könnten dadurch über 40.000 schwere Nebenwirkungen (u. a. Sehnenrisse, Nervenschäden, Gefäßschäden der Hauptschlagader) sowie bis zu 140 zusätzliche Todesfälle entstanden sein. Diese Schätzungen gelten als eher konservativ; US-Daten deuten auf deutlich höhere Fallzahlen hin.

In den USA sind diese Folgen als Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD) anerkannt. Der deutsche Arzt Stefan Pieper beschreibt über 200 mögliche Symptome, die mehrere Organsysteme betreffen können, darunter Kollagenschäden, Neurotoxizität, psychische Symptome bis hin zu Suizidalität sowie chronische Erschöpfung. Betroffene verlieren häufig ihre Arbeitsfähigkeit und erfahren wenig Anerkennung.

Trotz Warnungen, europäischer Risikobewertungen und eines „Rote-Hand-Briefs“ des BfArM werden Fluorchinolone weiterhin teils bei banalen Infekten eingesetzt – obwohl sie eigentlich Reserveantibiotika sind. Expert*innen sprechen von einem Versagen der Arzneimittelüberwachung, fordern strengere Warnhinweise, bessere ärztliche Aufklärung und klare Systemänderungen. Betroffene organisieren sich zunehmend selbst, etwa in Online-Foren, da sie sich von Krankenkassen und Institutionen oft allein gelassen fühlen.


Zeit ONLINE | 2022

Nur vier Tabletten

Der ZEIT-Artikel schildert am Beispiel der Biologin Carolin Maiwald, wie bereits wenige Tabletten Ciprofloxacin zu schweren, teils lebensverändernden Nebenwirkungen führen können, die bis heute anhalten. Er zeigt, dass Fluorchinolone hochwirksame, aber besonders risikoreiche Reserveantibiotika sind, die dennoch in Deutschland lange häufig und teils bei banalen Infekten verordnet wurden. Obwohl Warnungen seit Jahrzehnten existieren und die FDA die Folgen als Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD) anerkennt, fehlen in Deutschland klare Diagnostik, ein ICD-Code, systematische Erfassung und gesicherte Therapien. Betroffene fallen oft „durch das System“, werden psychiatrisiert, nicht ernst genommen und sozial wie beruflich ausgegrenzt. Der Artikel beschreibt zudem den mangelhaften Forschungsstand, mögliche Mechanismen wie Mitochondrien- und Nervenschäden, das späte regulatorische Eingreifen von Behörden sowie ein strukturelles Versagen von Arzneimittelüberwachung, Versorgung und Anerkennung – mit teils dramatischen Folgen für die Betroffenen.


Die Zeit | 2019

Gefährliche Antibiotika werden noch oft verschrieben

Der ZEIT-Artikel beschreibt, dass Fluorchinolon-Antibiotika in Deutschland trotz seit Jahren bekannter schwerer Risiken weiterhin häufig verschrieben werden. Laut Berechnungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK erhielten 2018 mehrere Millionen Patient*innen diese Medikamente, obwohl sie mit teils dauerhaften Nebenwirkungen wie Sehnenrissen, Nervenschäden, psychischen Störungen, Gefäßschäden der Hauptschlagader und sogar Todesfällen in Verbindung stehen. Die geschätzten Fallzahlen gelten als eher konservativ; internationale Daten deuten auf deutlich höhere Risiken hin. Expert*innen kritisieren, dass Fluorchinolone oft auch bei banalen Infekten eingesetzt werden, obwohl sie eigentlich Reserveantibiotika sein sollten. Warnungen von Behörden und ein „Rote-Hand-Brief“ kamen spät und zeigen aus Sicht von Fachleuten ein Versagen der Arzneimittelüberwachung, während Betroffene häufig mit mangelnder Anerkennung, fehlender Versorgung und unzureichender Unterstützung durch das Gesundheitssystem konfrontiert sind.


DAZ Ausgabe Nr.4 compressedHerunterladen
DAZ | 2018

Die „Gefloxten“

Der Beitrag der Deutschen Apotheker Zeitung beschreibt die Erfahrungen von Patient*innen, die nach der Einnahme von Fluorchinolon-Antibiotika unter teils schweren und langanhaltenden Nebenwirkungen leiden und sich mangels medizinischer Hilfe in Selbsthilfegruppen organisieren. Geschildert werden neurologische Beschwerden, Sehnen- und Muskelschäden, psychische Symptome sowie erhebliche Einschränkungen im Alltag, die von Ärzt*innen häufig nicht als Arzneimittelnebenwirkung erkannt oder anerkannt werden. Gleichzeitig zeigt der Artikel, dass diese Risiken seit Jahren wissenschaftlich und regulatorisch bekannt sind, zahlreiche Warnungen und Marktrücknahmen erfolgt sind und Fluorchinolone heute als Reserveantibiotika gelten. Trotz ihres unbestrittenen Nutzens bei schweren Infektionen fordert der Beitrag eine deutlich zurückhaltendere Verordnung, bessere Aufklärung von Patient*innen sowie mehr Forschung und Anerkennung arzneimittelbedingter Langzeitschäden.


Riffreporter | 2025 (Paywall)

Antibiotika-Therapie mit Fluorchinolonen: wirksam und riskant

Der Artikel beschreibt Fluorchinolon-Antibiotika als wirksam, aber mit teils schweren und langanhaltenden Risiken verbunden. Obwohl diese Medikamente früher sehr häufig eingesetzt wurden, ist heute bekannt, dass sie Nervenschäden, Sehnenrisse, Muskelschwäche, psychische Symptome und sogar lebensbedrohliche Gefäßveränderungen wie Aortenaneurysmen auslösen können. Wissenschaftliche Studien und Fallberichte zeigen, dass diese Nebenwirkungen mehrere Organsysteme betreffen und auch lange nach dem Absetzen anhalten können. Als mögliche Ursachen werden Schäden an Mitochondrien, erhöhter oxidativer Stress, Metallionen-Bindung sowie eine Schwächung des Bindegewebes diskutiert. Trotz zahlreicher Warnungen von Behörden wie dem BfArM, Rote-Hand-Briefen und deutlich eingeschränkten Anwendungsgebieten werden Fluorchinolone weiterhin relativ häufig verordnet, teils auch außerhalb der empfohlenen Einsatzbereiche. Betroffene kämpfen deshalb um Anerkennung ihrer Erkrankung, bessere Aufklärung und eine klare medizinische Erfassung, da Fluorchinolon-Schäden in Deutschland bislang nur unzureichend sichtbar und kodierbar sind.


Fak-Fakten | 2025

Wenn Aufklärung Selbstschutz wird – FQAD Awareness Day 2025 

Der Beitrag zum FQAD Awareness Day 2025 auf Fak-Fakten beschreibt, wie Aufklärung über Fluorchinolon-assoziierte Schäden für viele Betroffene zum Selbstschutz und zur Überlebensarbeit wird. Anlass war u. a. die Dokumentation „Chronisch krank – Chronisch ignoriert“, die am 25. Februar 2025 im TV gezeigt wurde und die Erfahrungen von Menschen mit langanhaltenden, schwerwiegenden Folgen auch nach Fluorchinolon-Vergiftungen in den Mittelpunkt stellt. Die Autor*innen – darunter die Betroffene Sibylle Dahrendorf – betonen, dass diese Nebenwirkungen oft vom Gesundheitssystem nicht ernst genommen werden und fordern mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Wissen, weil geteilte Erfahrungen und Transparenz nicht nur Betroffenen helfen, sondern auch gesellschaftlich wichtig sind. Die Initiative FQAD Voices Germany wird als wachsende Bewegung genannt, die Betroffene, Ärzt*innen und Aktivist*innen vernetzt und durch respektvolle Kommunikation und wissenschaftliche Kooperation Aufmerksamkeit für die Thematik schafft.


a1700Herunterladen
Deutsches Ärzteblatt | 2023

Anwendungsbeschränkung von Fluorchinolonen

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet, dass systemisch wirkende Fluorchinolon-Antibiotika trotz bestehender Anwendungsbeschränkungen weiterhin häufig verordnet werden, auch außerhalb der zugelassenen Einsatzgebiete. Diese Antibiotika – dazu gehören etwa Ciprofloxacin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin – sind mit seltenen, aber schwerwiegenden, teils langanhaltenden Nebenwirkungen verbunden, insbesondere muskuloskelettalen und neuropsychiatrischen Reaktionen wie z. B. Sehnenentzündungen, Nervenschäden oder Stimmungsschwankungen. Die AkdÄ erinnert daran, dass Fluorchinolone nur in den zugelassenen Indikationen und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verschrieben werden sollen und betont, dass sie in vielen Fällen nur als Arzneimittel der letzten Wahl eingesetzt werden dürfen. Zu diesem Zweck wurden mehrere Rote-Hand-Briefe (z. B. Juni 2023) veröffentlicht, die medizinisches Fachpersonal an diese Beschränkungen erinnern und zur Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen ermutigen.


Gefährliche Antibiotika – Arzneimittelb…en versagen beim Patientenschutz _ rbbHerunterladen
Kontraste | 2016

Arzneimittelbehörden versagen beim Patientenschutz

Der Beitrag berichtet über die Risiken einer bestimmten Antibiotikagruppe, den Fluorchinolonen (z. B. Ciprofloxacin und Levofloxacin), die bei harmlosen Infektionen weiterhin breit verordnet werden, obwohl sie schwere und teils irreversible Nebenwirkungen wie Sehnenrisse, Nervenschäden, psychische Störungen und chronische Schmerzen verursachen können. In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA eine deutliche Black-Box-Warnung eingeführt und die Nutzung bei unkritischen Infektionen stark eingeschränkt. In Deutschland hingegen bleibt eine solche hervorgehobene Warnung aus, Ärzte verschreiben diese Antibiotika weiterhin oft und Behörden wie das BfArM und das Bundesgesundheitsministerium sehen keine Notwendigkeit für eine vergleichbare Warnpolitik. Viele Betroffene leiden schwer an den Folgen, und unabhängige Fachleute sowie Politiker kritisieren das Versagen beim Patientenschutz und eine zu zögerliche Regulierung.
Länge 8 min.


20 Minuten | 2023

Gängiges Antibiotikum schädigt Erbgut massiv

Der Artikel berichtet darüber, dass das weit verbreitete Breitband-Antibiotikum Ciprofloxacin, ein Vertreter der Fluorchinolone, im Labor massive Schäden an der mitochondrialen DNA (mtDNA) verursacht hat, was die Energieproduktion in Zellen einschränkt und Zellwachstum reduziert. Diese Veränderung der DNA-Struktur in den „Kraftwerken“ der Zellen könnte eine mögliche Erklärung für die teils schwerwiegenden, langanhaltenden und systemischen Nebenwirkungen von Fluorchinolonen sein, die von Sehnen- und Gelenkschäden bis zu neurologischen Beschwerden reichen. Aufgrund solcher Risiken empfiehlt die europäische Arzneimittelagentur, Fluorchinolone nur noch eingeschränkt und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung einzusetzen. (kI)


Benzoinfo | 2017

Versteckte Gefahren von Fluorchinolon-Antibiotika bei benzodiazepinabhängigen Patienten

Der Beitrag beschreibt, dass Fluorchinolon-Antibiotika bei Menschen mit chronischer Benzodiazepin-Abhängigkeit oder –Toleranz durch eine pharmakologische Interaktion mit dem GABA-Benzodiazepin-Rezeptorsystem besonders starke neuropsychiatrische und neurologische Nebenwirkungen auslösen können. Fluorchinolone wirken als GABA-Antagonisten, was bei Benzodiazepin-abhängigen Personen eine akute Entzugssymptomatik auslösen kann, die von Angst und Schlaflosigkeit bis zu Halluzinationen, Krampfanfällen und lang andauernden Beschwerden reicht. Solche Reaktionen können Wochen oder Monate anhalten und im Einzelfall zu schwerer, dauerhaft beeinträchtigender Symptomatik führen. Der Autor argumentiert, dass Fluorchinolone bei dieser Patientengruppe weitgehend kontraindiziert sein sollten und Ärzt*innen vor der Verordnung Alternativen prüfen müssen. (kI)


Ärzteblatt | 2019

Hochrechnung: Fluorchinolone verursachen mehr Nebenwirkungen und mehr Todesfälle

Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass Fluorchinolon-Antibiotika in Deutschland häufiger verordnet werden, als es ihrer Rolle als Reserveantibiotikum gerecht wäre, und dass diese Verordnungen mit vielen Nebenwirkungen und Todesfällen verbunden sein könnten. Trotz lang bekannter, teils schwerer unerwünschter Wirkungen weist die Hochrechnung darauf hin, dass Zehntausende zusätzliche Nebenwirkungen und Hunderte vermeidbare Todesfälle auf unkritische Fluorchinolonverschreibungen im Jahr 2018 zurückzuführen sein könnten. Die Ergebnisse unterstreichen die Forderung, Fluorchinolone nur sehr restriktiv und nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung einzusetzen und stattdessen verstärkt auf Alternativen und stricte Indikationskriterien zu achten. (kI)


Ärzteblatt | 2023

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: „UAW-News International“ — Anwendungsbeschränkung von Fluorchinolonen Literatur

In einer Mitteilung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) im Deutschen Ärzteblatt wird an die bestehenden Anwendungsbeschränkungen für systemisch und inhalativ verabreichte Fluorchinolon-Antibiotika erinnert, die aufgrund seltener, aber teils langanhaltender und die Lebensqualität beeinträchtigender Nebenwirkungen eingeführt wurden. Demnach sollen Fluorchinolone nur in den zugelassenen Indikationen und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verschrieben werden, da sie insbesondere muskuloskelettale und neuropsychiatrische UAW verursachen können. Trotz der Regulierung werden sie weiterhin häufig außerhalb empfohlener Anwendungsgebiete genutzt, weshalb ein erneuter Rote-Hand-Brief zur Verstärkung der Warnhinweise versandt wurde. Besondere Vorsicht sei bei älteren Menschen, Niereninsuffizienz, Kortikosteroid-Kombinationen und Organtransplantierten geboten, und Patienten sollten über Risiken und erste Anzeichen von Nebenwirkungen aufgeklärt werden. (kI)


Jane E. Brody | 2012

Beliebte Antibiotika können schwerwiegende Nebenwirkungen haben

Der Artikel beschreibt, dass eine weit verbreitete Klasse von Antibiotika – die Fluorchinolone (z. B. Cipro/Ciprofloxacin, Levaquin/Levofloxacin, Avelox/Moxifloxacin) – trotz ihrer häufigen Anwendung zur Behandlung bakterieller Infektionen ernsthafte und teils langanhaltende Nebenwirkungen verursachen kann, die erst nach vielen Behandlungen auffallen. Diese Wirkstoffe werden oft auch für leichte Infektionen oder nicht-bakterielle Beschwerden verschrieben, bei denen sie nicht notwendig wären. Studien zeigen, dass die Einnahme mit erhöhten Risiken verbunden ist, darunter schwere körperliche Reaktionen wie Sehnen-, Nieren- oder Netzhautprobleme. Forscher kritisieren die Überverschreibung und fordern, dass Fluorchinolone eher zurückhaltend und nur bei wirklichem Bedarf eingesetzt werden sollten. (kI)


Jane E. Brody | 2012

Antibiotika-Warnung: Das vom Arzt verordnete Medikament könnte tödliche Nebenwirkungen verursachen

Der Artikel schildert, wie selbst verbreitete Antibiotika – insbesondere bestimmte Fluorchinolone – zwar routinemäßig bei häufigen Infektionen verschrieben werden, aber unscheinbare Risiken und teils lebensbedrohliche Nebenwirkungen bergen können. Die Autorin beschreibt einen persönlichen Fall: Eine einfache Verschreibung führte zu ernsten gesundheitlichen Problemen, die weit über die erwarteten leichte Beschwerden hinausgingen. Der Bericht hebt hervor, dass Nebenwirkungen wie schwere Gelenk-, Nerven- oder Organprobleme, die in einigen Fällen tödlich enden können, oft nicht ausreichend mit Patient:innen oder verschreibenden Ärzt:innen kommuniziert werden. Der Beitrag warnt daher vor einer zu leichten Verordnung solcher Antibiotika ohne gründliche Risiko-Nutzen-Abwägung. (kI)


Jay S. Cohen | 2014

Fluorchinolon-Toxizitätssyndrom: Ein Brief an den Senatsausschuss für Gesundheit, Bildung und Arbeit

Der Artikel „Fluoroquinolone Toxicity Syndrome: A Letter to the Senate Committee on Health, Education, and Labor“ von Dr. Jay S. Cohen beschreibt die schwerwiegenden, oft langanhaltenden gesundheitlichen Probleme, die bei Menschen nach der Einnahme von Fluorchinolon-Antibiotika auftreten können. Auf Grundlage eigener Fallbeobachtungen über viele Jahre spricht Dr. Cohen von 45 dokumentierten Fällen, in denen Betroffene nach der Gabe solcher Antibiotika nicht nur neurologische Symptome wie Kribbeln, Taubheit, brennende Schmerzen, Muskelzuckungen und Schwäche entwickelten, sondern in 93 % der Fälle auch Beschwerden in anderen Organ- und Systemsystemen zeigten – darunter kognitive Störungen, Schlaflosigkeit, psychische Symptome, Muskel- und Gelenkschmerzen, Sehstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme, Hautreaktionen und gastrointestinale Störungen. Da viele dieser Reaktionen über Monate oder Jahre andauerten und mehrere Systeme betrafen, prägte er den Begriff „Fluoroquinolone Toxicity Syndrome“ für dieses Muster vielschichtiger, potenziell dauerhafter Nebenwirkungen. Die Beobachtungen legen nahe, dass diese Arzneimittel bei empfindlichen Personen schwere, über das Nervensystem hinausgehende toxische Wirkungen auslösen können, die ärztlicherseits oft nicht ausreichend erkannt oder ernst genommen werden.



Videos: Dokus, Reportagen & Berichte


carte blanch | 2024

Antibiotic Alert

Weltweit werden täglich Millionen von Rezepten für Fluorchinolon-Antibiotika ausgestellt, obwohl diese Wirkstoffklasse nur als letzte Behandlungsoption bei schweren bakteriellen Infektionen eingesetzt werden sollte, wenn keine Alternative mehr zur Verfügung steht. Inzwischen haben die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA), die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) sowie die südafrikanische Arzneimittelbehörde (SAHPRA) eindringliche Warnhinweise zu diesen Medikamenten veröffentlicht, da Berichte über verheerende Nebenwirkungen zunehmen. Die Verbraucheraktivistin Erin Brockovich hat sogar ihren Namen für eine Sammelklage von Betroffenen zur Verfügung gestellt. Die Sendung Carte Blanche untersucht die rätselhaften, schmerzhaften und langfristigen Nebenwirkungen von Fluorchinolonen.
21 min.


Kontraste | 2017

Ciprofloxacin, Fluorchinolone, Nebenwirkungen, Levofloxacin

Ein Bericht über Nebenwirkungen von Antibiotika der Wirkstoffklasse Fluorchinolone
8 min.


Stern TV | 2019

Gefährliche Antibiotika? Nebenwirkungen von Fluorchinolonen – die ganze Reportage

Gefährliche Langzeitschäden: Warum verschreiben Ärzte leichtfertig Antibiotika mit dramatischen Nebenwirkungen? Angstattacken, chronischer Muskelabbau, ein zerstörtes Verdauungssystem: Seit Birgitta Anton vor zwei Jahren das Antibiotikum Ciprofloxacin verabreicht bekommen hat, ist ein normales Leben für die 35-Jährige unmöglich – das Medikament, das zur Gruppe der Fluorchinolone gehört, löste gefährliche Nebenwirkungen bei ihr aus. „Weil meine Magen-Darm-Passage nicht mehr funktioniert, kann ich nicht mehr normal essen und trinken und habe unvorstellbare Schmerzen“, sagt die Konstanzerin, die das Antibiotikum wegen einer Blasen- und Nebenhöhlenentzündung verschrieben bekommen hatte. Wie Birgitta Anton geht es offenbar auch tausenden anderen Patienten. Nach der Einnahme von Fluorchinolonen werden unter anderem Sehnenrisse, Depressionen und Nierenschäden beschrieben. Warum werden Fluorchinolone in Deutschland millionenfach verschrieben, obwohl sie laut Experten nicht bei leichten Infektionen eingesetzt werden sollten, sondern als letztes Mittel bei schwerwiegenden Krankheiten? Darüber spricht Steffen Hallaschka live bei stern TV mit Birgitta Anton und dem Arzneimittelexperten Prof. Dr. Gerd Glaeske.
11 min.


Stern TV | 2020

Warnung vor diesen Antibiotika: Nebenwirkungen von Fluorchinolonen

Darum wird vor diesen Antibiotika jetzt offiziell gewarnt Birgitta Anton bekam wegen einer Blasen- und Nebenhöhlenentzündung das Antibiotikum Ciprofloxacin verschrieben. Es gehört zur Gruppe der Fluorchinolone. Die Einnahme hat ihr Leben folgenschwer verändert – und es gibt hunderte weiterer Patienten, die von Langzeitschäden berichten. Seit der Behandlung einer Blasen- und Nebenhöhlenentzündung leidet Birgitta Anton unter Angstattacken, chronischem Muskelabbau und einem vollkommen zerstörten Verdauungssystem. „Weil meine Magen-Darm-Passage nicht mehr funktioniert, kann ich nicht mehr normal essen und trinken und habe unvorstellbare Schmerzen“, berichtet die Konstanzerin. Der massive Nährstoffmangel habe dazu geführt, dass ihr Haare und sogar Zähne ausfielen, und sie habe „sämtliche hormonelle Störungen“. Birgitta Anton führt ihre Probleme auf die Nebenwirkungen des Antibiotikums zurück, das ihr vor drei Jahren wegen der Entzündungen verordnet wurde: Ciprofloxacin. „Ich weiß noch, dass ich am letzten Tag der Einnahme hämmernde Kopfschmerzen bekam“, erzählt Birgitta Anton. Und das war erst der Anfang ihrer Leidensgeschichte.
8 min.


Tagesthemen | 2017

Umstrittenes Antibiotikum Ciprofloxacin. Eine unterschätzte Gefahr.

Ausschnitt aus den Tagesthemen vom 1. November 2017. Falls Ihnen ein Arzt Ciprofloxacin oder ein ähnliches Antibiotikum, das Fluorchinolone oder Chinolone enthält, verordnet, fragen Sie kritisch nach und verlangen ggf. ein anderes Medikament. Ciprofloxacin ist eigentlich ein sog. Reserveantibiotikum, dass nur in Ausnahmefällen, also wenn nichts anderes mehr wirkt, verabreicht werden sollte. Bagatellinfektionen sollen nicht mit Ciprofloxacin behandelt werden, da die enthaltenen Fluorchinolone viele gefährliche Nebenwirkungen haben. Diese sind im Beipackzettel nur unzureichend und unvollständig beschrieben. Viele Ärzte verordnen Fluorchinolone – wie Ciprofloxacin – wegen der sehr guten Wirkung, ohne aber auf die teils fatalen Nebenwirkungen hinzuweisen. Manche Mediziner kennen die Nebenwirkungen wahrscheinlich auch nicht, weil sie sich nicht ausreichend informieren. Dabei laufen diverse Verfahren hinsichtlich der Anwendung von Fluorchinolonen in USA und Europa (siehe Weblinks) und es gibt in Deutschland sogar sog. „Rote Hand“-Briefe zu diesen Medikamenten, die alle Ärzte bekommen haben. Offenbar werden diese Warnungen von den Ärzten nicht immer ernst genug genommen.

Hier noch einige Weblinks:
• Der Petitionsauschuss des deutschen Bundestages hat zu Fluorchinolonen am 12. November 2016 eine Petition (# 68479) an den Deutschen Bundestag gerichtet, die bisher aber noch nicht abschliessend behandelt wurde. https://epetitionen.bundestag.de/cont…
•Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat für Fluorchinolone wie Ciprofloxacin entsprechende Warnhinweise veröffentlicht. Diese Medikamente müssen in USA mit einer sog. „Black Box“ auf der Medikamentenpackung versehen werden, um deren gefährliche Nebenwirkungen besonders hervorzuheben. https://www.akdae.de/Arzneimittelsich…
• Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist auf seiner Webseite auf die „Einleitung eines europäischen Risikobewertungsverfahrens nach Art. 31 der RL 2001/83/EG für Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone und Chinolone“ hin, vor allem wegen „lang anhaltender Nebenwirkungen insbesondere im Bereich des Bewegungsapparates und des Nervensystems“ hin. https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risik… Bis ggf. Verbote oder bessere Warnhinweise in Europa und in der Schweiz in Kraft treten, kann es noch Jahre dauern. Deshalb sind Sie bitte besonders vorsichtig, falls ein Arzt Ihnen Ciprofloxacin – oder ein anderes Präparat, das Fluorchinolone enthält – verordnet. Fragen Sie bitte genau nach, warum er es verordnet und verlangen Sie ggf. ein anderes Präparat.8 min.


WDR Service zeit | 2014

Problem Antibiotika

WDR Service Zeit 17.10.14 Obwohl sie als besonders sicher gelten, haben auch Antibiotika wie fast alle Medikamente unerwünschte Wirkungen. Das geht so weit, dass Menschen genau von den Medikamenten, die sie gesund machen sollten, erst richtig krank werden. Bei manchen Patienten sind diese Nebenwirkungen irreversibel. Das bedeutet im schlimmsten Fall: Die Einnahme nur weniger Tabletten schädigt den Patienten dauerhaft. Dass die Einnahme eines Antibiotikums Achillessehnenentzündungen und sogar -risse hervorrufen kann, klingt für viele Menschen absurd. Und was dies für das Leben im Alltag bedeutet, kann sich niemand vorstellen, der nicht selbst schon aufgrund starker Schmerzen nicht mehr gehen konnte. Selbst mancher Orthopäde, der bei Achillessehnenbeschwerden in der Regel konsultiert wird, hat von dieser möglichen Nebenwirkung der Antibiotikagruppe Fluorchinolone noch nichts gehört. Kein Wunder also, dass der medizinische Laie einen Zusammenhang weder erkennen, geschweige denn melden kann. Eine hohe Dunkelziffer bei den durch Fluorchinolone hervorgerufenen Sehnenbeschwerden ist die Folge. Doch Bänder- und Muskelerkrankungen sind nicht die einzigen Nebenwirkungen von Fluorchinolonen. Im September 2012 veröffentlicht der Hersteller des levofloxacinhaltigen Originalpräparats Tavanic, die Firma Sanofi Aventis, in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Rote-Hand-Brief mit neu erkannten schweren Nebenwirkungen des Medikaments. Die Liste ist lang und drastisch: Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, die zum Stillstand führen können, tödliche Fälle von akutem Leberversagen, vorübergehender Sehverlust, Bauchspeichelentzündung, Hörverlust … Gleichzeitig werden in dem Rundschreiben grundlegende Indikationseinschränkungen bekannt gegeben. Bis dahin war das Medikament Mittel der ersten Wahl für die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung (akute bakterielle Sinusitis), bei akuter Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, bei Lungenentzündung (ambulant erworbene Pneumonie) sowie komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen. Ab sofort soll Levofloxacin bei diesen Erkrankungen nur noch verordnet werden, wenn andere Antibiotika, die zur Behandlung dieser Infektionen geeignet sind, nicht helfen beziehungsweise aufgrund von Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten nicht infrage kommen. Das Mittel wird zum Zweitwahlmedikament. Doch trotz des Rote-Hand-Briefs ist die Anzahl der Verschreibungen des Wirkstoffs seither nahezu unverändert. Professor Daniel Grandt von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft erklärt dieses Phänomen folgendermaßen: „Ursachen dafür sind zum einen, dass die Rote-Hand-Briefe nicht jeden Arzt erreichen und deswegen auch manchmal nicht den Arzt erreichen, der eigentlich die richtige Zielperson dafür wäre. Ein anderer Grund ist, dass, wenn der Arzt diesen Brief bekommt, er ihn in der Regel liest und zur Seite legt. Und es ist nicht sichergestellt, dass er sich bei der nächsten oder übernächsten Verordnung dieses Arzneimittels direkt daran erinnert und sein Verordnungsverhalten entsprechend anpasst.“ Eine amerikanische Untersuchung hat außerdem herausgefunden, dass Ärzte nach dem Erhalt von Rundbriefen das betreffende Mittel sogar häufiger verschreiben als vorher. Der Grund: Durch solche Schreiben werden Medikamente erneut ins Gedächtnis gerufen und im Moment der Verschreibung falsch positiv assoziiert. Welche Ursachen auch immer zu Verordnungsfehlern führen, das Warnsystem funktioniert offenbar nicht richtig.
30 min.


NDR| 2017

Fluorchinolone – Antibiotika mit gefährlichen Nebenwirkungen

Beitrag aus: Visite – Das Gesundheitsmagazin Sendung vom Dienstag, 07. März 2017, 20:15 bis 21:15 Uhr
6 min.


Marktcheck | 2021

Vorsicht bei Antibiotika mit Fluorchinolonen

Beitrag aus: Visite – Das Gesundheitsmagazin Sendung vom Dienstag, 07. März 2017, 20:15 bis 21:15 Uhr
7 min.



Videos: Interviews


This is floxed | 2025

Was Sie über Fluorchinolon-Antibiotika wissen müssen mit Dr. Stefan Pieper

Das erste Video der Talia Smith Show „This Is Floxed“ – im Gespräch mit Dr. Stefan Pieper.
1 h


nuothek | 2022

Ciprofloxacin – Ein Antibiotikum mit viel Schatten – Dr. med. Stefan Pieper 1/2

Das Video zeigt, dass Antibiotika nicht nur positive Effekte haben. Am Beispiel von Ciprofloxacin (Cipro) wird deutlich, dass neben Schäden am Mikrobiom auch schwere und teils langfristige Gesundheitsschäden auftreten können. Viele Betroffene erkennen den Zusammenhang erst spät, da das Medikament eigentlich nur für schwere Notfälle gedacht ist, aber lange Zeit breit verordnet wurde. Im Interview werden die Folgen eingeordnet und mögliche Lösungsansätze angesprochen, um Licht ins Dunkel zu bringen.
51 min.


nuothek | 2022

Ciprofloxacin – Ein Antibiotikum mit viel Schatten – Dr. med. Stefan Pieper 2/2

Antibiotika gelten oft als harmlos – doch dieses Video zeigt, dass sie teils schwerwiegende Folgen haben können. Am Beispiel von Ciprofloxacin (Cipro) wird erläutert, dass neben Schäden am Mikrobiom auch massive und langfristige Gesundheitsschäden auftreten können. Viele Betroffene erkennen den Zusammenhang erst spät, da das Medikament eigentlich nur für schwere Notfälle gedacht ist, aber lange Zeit großzügig verordnet wurde. Im Interview werden mögliche Ursachen, persönliche Erfahrungen und Ansätze für den Umgang mit den Folgen besprochen – mit dem Ziel, aufzuklären und Licht ins Dunkel zu bringen.
34 min.


Antibiotic Side Effects & Adverse Reactions | 2023

Behandlung von Nebenwirkungen von Antibiotika – Interview mit Dr. Pieper, Teil 1

Teil 1 der Interviewreihe mit Stefan Pieper behandelt die grundlegenden Mechanismen und Pathogenese von Fluorchinolon-assoziierten Schäden. Besprochen werden u. a. oxidativer Stress und mitochondriale Schäden, vier zentrale Schadensbereiche, diagnostische Kriterien und Testansätze für Ärzt*innen sowie erste Labor- und Mikronährstofftests zur Abklärung von FQAD – auf Grundlage seines Buchs Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD).
42 min.


Antibiotic Side Effects & Adverse Reactions | 2024

Behandlung von Nebenwirkungen von Antibiotika – Interview mit Dr. Pieper, Teil 2

Teil 2 der Interviewreihe mit Stefan Pieper beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit körperlichen Schäden durch Fluorchinolon-Antibiotika. Besprochen werden u. a. Muskel- und Sehnenschäden, Störungen des Bindegewebes/Kollagens, Nervenschäden und neurotoxische Effekte, typische Leitsymptome für Ärzt:innen sowie Ansätze zur Unterstützung (z. B. natürliche oder kollagen-/nerve-supportende Maßnahmen) – auf Grundlage seines Buchs Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD).
42 min.


Antibiotic Side Effects & Adverse Reactions | 2023

Behandlung von Nebenwirkungen von Antibiotika – Interview mit Dr. Pieper, Teil 3

Teil 3 der Interviewreihe mit Stefan Pieper fokussiert sich auf neuropsychiatrische Folgen von Fluorchinolonen. Besprochen werden u. a. GABA-Störungen, Schlafprobleme, Fehldiagnosen, Rückfälle, MCAS, diagnostische Kriterien für Ärzt*innen sowie aktuelle FQAD-Studien – auf Grundlage seines Buches Fluoroquinolone Associated Disability (FQAD).
32 min.


Sören Schumann | 2023

Fluorchinolone Antibiotika, Nebenwirkungen, Langzeitschäden, Erfahrungen uvm. (Auszug)

Schätzungsweise 25 Millionen Deutsche haben bereits die als “Panzerschrank-Antibiotika” bezeichneten Fluorchinolone eingenommen – mit verheerenden Folgen. Fluorchinolone greifen die Mitochondrien an, schädigen Gefäße, zerstören Nervenzellen und greifen in die Gehirnchemie ein. Viele Menschen fühlen sich nach Einnahme von Fluorchinolonen von heute auf morgen “wie vom Bus überfahren”. Im Interview mit Dr. Stefan Pieper erfährst du mehr über die Hintergründe. Der Allgemeinmediziner verrät dir zudem, welche Therapiemöglichkeiten es diesbezüglich gibt.
11 min.



Videos: Betroffene


Rx PillD | 2020

Annas Geschichte: „Wie Fluorchinolon-Antibiotika mir mein Leben geraubt haben”

In dem vorliegenden Video schildert Anna, eine 33-jährige ehemalige Krankenschwester und Medizinstudentin aus Deutschland, wie die mehrfache Einnahme des Antibiotikums Ciprofloxacin ihr Leben nachhaltig zerstört hat. Ihr Leidensweg begann 2014 nach einer Nasenoperation, woraufhin sie innerhalb von sechs Monaten drei Kurse des Medikaments erhielt. Anna entwickelte über 60 verschiedene Symptome, die zunächst neuropsychiatrischer Natur waren – darunter schwerste Schlafstörungen, Depressionen und quälende Zwangsgedanken, die sie befürchten ließen, den Verstand zu verlieren.

Zeitversetzt traten massive körperliche Schäden auf, die von Gelenk- und Sehnenschmerzen über Sehverlust und Haarausfall bis hin zu neurologischen Ausfällen wie Brain Fog und Depersonalisationserfahrungen reichten. Das Video erklärt diese verheerenden Wirkungen durch die Fähigkeit von Fluorchinolonen, die Mitochondrien und die menschliche DNA zu schädigen sowie die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.

Besonders schmerzhaft war für Anna die Erfahrung des „Gaslighting“ durch die medizinische Gemeinschaft; viele Ärzte stuften ihre Symptome als rein psychisch ein und begegneten ihr mit Unverständnis oder Missachtung. Aktuell leidet sie unter Symptomen, die auf eine neuromuskuläre Erkrankung (Verdacht auf ALS) hindeuten, was ihre Fähigkeit, für ihre beiden Kinder zu sorgen, massiv beeinträchtigt und ihre berufliche Zukunft als Ärztin ungewiss macht
Annas Geschichte
Länge: 1:16 min.


Health Watch USA | 2018

Die Gefahren von Fluorchinolon-Antibiotika

Dieses Video dokumentiert den über 13 Jahre andauernden Leidensweg von Jonathan nach der Einnahme von Fluorchinolon-Antibiotika (wie Cipro oder Levaquin), ein Zustand, der in der Betroffenengemeinschaft als „Floxed“ bezeichnet wird. Der Sprecher schildert eine Vielzahl schwerwiegender und oft verzögert auftretender Symptome, darunter Neuropathie, chronische Erschöpfung, kognitive Beeinträchtigungen sowie extreme Unruhezustände (Akathisie), die von Ärzten aufgrund unauffälliger Standardtests jahrelang fälschlicherweise als psychosomatisch eingestuft wurden. Er erläutert, dass diese Medikamente neurotoxisch wirken, den Neurotransmitter GABA hemmen und potenziell die menschliche DNA schädigen können, was die langanhaltenden Schäden erklärt. Trotz der offiziellen Anerkennung der FQAD (Fluoroquinolone Associated Disability) durch die FDA kritisiert der Sprecher das mangelnde Bewusstsein in der Ärzteschaft und Systemfehler bei der Überwachung von Medikamentennebenwirkungen. (kI)
Jonathans Geschichte
Länge: 23 min.


chronisch ehrlich by HEILKRAFTWERK | 2022

So gefährlich ist eine Antibiotika-Vergiftung (Fluorchinolone)

In diesem Interview schildert Juli ihren jahrelangen Leidensweg, der durch eine Antibiotika-Vergiftung (Fluorchinolone) ausgelöst wurde und sie bis in den Rollstuhl führte. Nachdem zahlreiche Ärzte ihre Lähmungserscheinungen und Schmerzen fälschlicherweise als psychisch bedingt oder als chronische Borreliose diagnostiziert hatten, entschied sie sich, die Verantwortung für ihre Heilung selbst zu übernehmen. Ihr Weg zurück zur Gesundheit basierte auf verschiedenen Säulen wie einer nährstoffreichen Ernährung, Meditation, Sonnenlicht, Dankbarkeit und ausreichendem Schlaf. Heute nutzt sie ihre Erfahrungen, um vor den Gefahren dieser speziellen Antibiotikaklasse zu warnen und anderen Betroffenen durch ihre Geschichte sowie eine gemeinsam mit ihrem Partner entwickelte App Hoffnung und Werkzeuge zur Selbsthilfe zu geben. (kI)
Julis Geschichte
Länge: 1 h


Fluorchinolone TV | 2022

Interviews mit Floxies

Der ehemalige Powerlifting-Staatsmeister Alfons Tuzar erlitt durch das Reserveantibiotikum Prolifloxacin einen massiven Kollagenabbau im gesamten Körper sowie schwere Neuropathien, obwohl keine bakterielle Infektion vorlag. Er verlor 30 kg Körpermasse und seine berufliche Existenz, da einfachste Alltagsbewegungen und sein Sport unmöglich wurden. Heute kämpft er sich mit mitochondrialer Basistherapie und modifiziertem Krafttraining zurück und warnt eindringlich vor der leichtfertigen Verschreibung dieser Medikamente durch Ärzte. (kI)
Alfons Geschichte
Länge: 58 min.


Konkret | 2019

Antibiotika mit Nebenwirkungen/Fluorchinolone

Die 26-jährige Physikstudentin und Tänzerin Jacqueline wurde nach der Einnahme des Fluorchinolon-Antibiotikums Avelox zum Pflegefall. Unmittelbar nach der Behandlung traten massive Schmerzen, Sehstörungen und Lähmungserscheinungen auf, die Mediziner über anderthalb Jahre fälschlicherweise als Multiple Sklerose (MS) diagnostizierten. Eine daraufhin eingeleitete Kortisontherapie verschlechterte ihren Zustand dramatisch, bis sich der Verdacht einer Fluorchinolon-Vergiftung erhärtete. Heute wird Jacqueline rund um die Uhr von ihrem Partner betreut und kämpft um eine offizielle Diagnose sowie Entschädigung, während Experten vor diesen nun als „Rote-Hand-Medikamente“ eingestuften Wirkstoffen warnen. (kI)

Jacquelines Geschichte
Länge: 58 min.


FLOX_REPORT_REV_11Herunterladen
QUINOLONE ANTIBIOTICS TOXICITY | 2007

Der Flox-Report

Der „Flox Report“ ist ein umfangreiches, von Betroffenen erstelltes Dokument, das Erfahrungen mit schweren und teils langanhaltenden Nebenwirkungen nach der Einnahme von Fluorchinolon-Antibiotika sammelt. Er beschreibt eine große Bandbreite körperlicher, neurologischer und psychischer Beschwerden, mögliche Auslöser, Verläufe sowie Alltagsprobleme der Betroffenen und macht auf fehlende Aufklärung und Anerkennung aufmerksam. Der Bericht versteht sich ausdrücklich nicht als wissenschaftliche Studie, sondern als dokumentierte Perspektive von Patient:innen, die ihre Symptome, Beobachtungen und offenen Fragen zusammengetragen haben, um andere zu informieren und sichtbar zu machen, was im medizinischen System lange übersehen wurde.



Videos: Angrenzende Themen zu FQAD


Arte | 2025

Chronisch krank, chronisch ignoriert

Die Dokumentation beleuchtet das Schicksal von Millionen Menschen, die an schweren multisystemischen Erkrankungen wie ME/CFS, Long COVID und dem Post-Vac-Syndrom leiden und oft jahrzehntelang durch medizinische und politische Ignoranz sowie eine falsche Psychologisierung ihrer organischen Leiden im Stich gelassen wurden. Der Film zeigt eindringlich den körperlichen Verfall der Betroffenen bis hin zur Bettlägerigkeit auf und thematisiert dabei den massiven Mangel an Forschungsgeldern, während gleichzeitig eine Vielzahl komplexer Krankheitsbilder und Syndrome wie das Posturale Tachykardiesyndrom (POTS), Small-Fiber-Neuropathie (SFN), Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS), Kraniozervikale Instabilität (CCI), Liquorverlust-Syndrom, Fluorchinolon-Vergiftungen (FQAD), Schäden durch Metronidazol, Borreliose, Malaria, Reaktivierungen von Viren wie EBV oder Herpes, Ehlers-Danlos-Syndrome (EDS), Fibromyalgie, Mitochondriale Dysfunktion, Magenlähmung, Schweißdrüsenstörungen und das Sicca-Syndrom sowie die Rolle von Multiple Sklerose (MS) als häufige Vergleichsdiagnose oder Fehldiagnose und Demenz als potenzielles Langzeitrisiko zur Sprache kommen. Letztlich ist der Film ein dringender Appell für einen Paradigmenwechsel in der Medizin, der auf biomedizinischer Forschung basiert, um den Betroffenen, die oft ihre gesamte Existenz und Identität verloren haben, wieder eine Lebensperspektive zu geben (kI)
Chronisch krank – chronisch ignoriert
Länge: 92 min.


Anil about ME | 2025

Doctors as Patients (with subtitles)

In diesem Video berichten ehemalige Ärzte, die durch Infektionen wie COVID-19, Borreliose oder Parasiten selbst zu Patienten wurden, über ihren Kampf mit ME/CFS, Long COVID und POTS. Sie schildern den drastischen Wandel von einem hochaktiven Berufsalltag zur vollständigen Arbeitsunfähigkeit und Bettlägerigkeit, wobei Kernsymptome wie die Post-Exertional Malaise (PEM) – eine massive Verschlechterung nach geringster Belastung – ihr Leben bestimmen. Besonders kritisch setzen sich die Betroffenen mit ihrer eigenen medizinischen Ausbildung und früheren Vorurteilen auseinander, in denen diese Leiden oft als psychosomatisch abgetan oder als „nicht echte“ Krankheiten belächelt wurden. Diese tief verwurzelte Ignoranz im Medizinsystem führt dazu, dass Patienten oft jahrelang auf Diagnosen warten müssen und durch schädliche Therapieansätze wie Graded Exercise Therapy (GET) oder kognitive Verhaltenstherapie (CBT) schwerwiegende, dauerhafte Verschlechterungen ihres Zustands erfahren. Die Mediziner fordern daher eindringlich eine Anerkennung als biomedizinische Multisystemerkrankung, mehr klinische Forschung und eine neugierige, ernstnehmende Haltung der Ärzteschaft gegenüber den Betroffenen. (kI)
Doctors as Patients
Länge: 57 min.


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