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Diagnostik bei Fluorchinolon-assoziierter Schädigung (FQAD)

Für FQAD existiert derzeit kein spezifischer Biomarker. Die Diagnose erfolgt klinisch anhand von Anamnese, zeitlichen Zusammenhand, Symptomverlauf und Strukturierten Diagnosekriterien. Der Zeitraum zwischen Antibiotikagabe und Symptombeginn kann variieren: Stunden, Wochen oder Monate (6-12 Monate)

Wann spricht die FDA von Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD)?

Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) beschreibt Fluorchinolon-assoziierte Schäden unter dem Begriff fluoroquinolone-associated disability (FQAD) anhand dreier zentraler Kriterien (FDA Safety Labeling Updates):

Einschränkung

Eine deutliche Einschränkung der normalen Lebensführung.

Mehrere Organsysteme

Nebenwirkungen aus mindestens zwei unterschiedlichen Organsystemen (z. B. muskuloskelettal, neuropsychiatrisch, peripheres Nervensystem, Sinne, Haut oder Herz-Kreislauf)

Dauer

Fortbestehen der Beschwerden über mindestens 30 Tage nach Beendigung der Therapie.

ICD-Einordnung von FQAD

Fluorchinolon-assoziierte Schäden sind klinisch beschreibbar, werden jedoch im ICD-System bislang nur eingeschränkt abgebildet.
Der Begriff FQAD selbst ist weder in den USA noch in Deutschland als offizielle Diagnose im ICD verankert auch wenn die FDA diesen selbst eingeführt hat.

  • Seit Oktober 2025 existiert in den USA ein Primärcode (T36.AX5) zur Klassifikation einer Vergiftung durch Fluorchinolone.
  • In Deutschland wurde im Januar 2026 ein Sekundärcode (Y57.90!) für Komplikationen durch Fluorchinolone eingeführt, der zusätzlich zu jeder Primärdiagnose angegeben werden muss.

Diese Kodierungen erfassen die Medikamentenursache,
bilden jedoch nicht die Multisystem-Erkrankung FQAD als eigenständiges Krankheitsbild ab.

Hinweis

Der Sekundärcode ersetzt keine eigenständige Diagnose, ermöglicht jedoch erstmals eine systematische Zuordnung der Medikamentenursache!

Sekundärcode Y57.90! (Deutschland) → Primärcode T36.AX5 (Amerika) →

In der Praxis erweisen sich diese Kriterien jedoch häufig als nicht ausreichend sensitiv, um die tatsächliche Vielfalt, Dynamik und funktionellen Auswirkungen der Symptome abzubilden. Darauf weist Dr. Stefan Pieper hin. Aus diesem Grund hat er einen strukturierten Fragebogen entwickelt, der Symptom-Cluster, Verlaufsformen und Alltagsbeeinträchtigungen differenzierter erfasst (FQAD-Fragebogen).
Dieser wird von einigen der wenigen Ärzt*innen genutzt, die FQAD therapeutisch begleiten, und dient als praxisnähere Ergänzung zu den formalen Kriterien.

Der Fragebogen kann als strukturierte Dokumentations- und Gesprächshilfe genutzt werden (z. B. für den Arzttermin oder zur Verlaufskontrolle). Er ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Diagnostische Hürden in der Praxis

In der Praxis berichten viele Betroffene, dass der Zusammenhang zwischen ihren Symptomen und der Einnahme von Fluorchinolon-Antibiotika nicht anerkannt oder angezweifelt wird.
Dies gilt auch dann, wenn die Beschwerden den im Beipackzettel beschriebenen Nebenwirkungen sowie den offiziellen Warnhinweisen entsprechen.
Mangels objektiver Biomarker und klarer Systemverankerung werden Betroffene häufig nicht ernst genommen, auf andere Ursachen verwiesen oder sich selbst überlassen.

Fragebogen zur Diagnostik

Weitere Informationen siehe:

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Fluorchinolone und FQAD in einer übersichtlichen Form.
Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu sehen.

Nein. Es gibt derzeit keinen einzelnen Laborwert oder Test, der Fluorchinolon-assoziierte Schädigungen sicher beweist oder ausschließt.
Die Diagnostik erfolgt überwiegend klinisch, anhand von Anamnese, zeitlichem Zusammenhang, Symptomverlauf und Ausschluss anderer Ursachen. Unauffällige Laborbefunde schließen eine medikamentenbedingte Schädigung nicht aus.

Je nach Symptomatik können unterstützend sinnvoll sein:
neurologische Diagnostik (z. B. Nervenleitgeschwindigkeit, ggf. Small-Fiber-Diagnostik)
autonome Funktionsdiagnostik bei vegetativen Beschwerden
Basislabor zur Erfassung von Mangelzuständen oder Ausschluss anderer Ursachen
Verlaufsdokumentation (Symptomtagebuch, standardisierte Fragebögen)
Diese Untersuchungen bestätigen FQ-Schäden nicht, können aber helfen, Folgen einzuordnen und andere Ursachen auszuschließen.

Weil objektive Beweise fehlen, Symptome vielfältig sind und zeitverzögert auftreten können.
Trotz dokumentierter Nebenwirkungen in Beipackzetteln und offiziellen Warnhinweisen wird der Zusammenhang häufig angezweifelt, da er nicht eindeutig messbar ist und im ICD-System nur unvollständig abgebildet wird.

Mangels klarer diagnostischer Marker werden Beschwerden häufig anderen Kategorien zugeordnet (z. B. psychosomatisch, stressbedingt, idiopathisch).
Das ist meist Ausdruck diagnostischer Unsicherheit – nicht zwingend böser Absicht –, führt aber dazu, dass die Medikamentenursache aus dem Blick gerät.

Derzeit existiert keine standardisierte, kausale Therapie.
Die Behandlung ist überwiegend symptomorientiert und individuell unterschiedlich. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, Verschlechterungen zu vermeiden und die Selbstregulation des Körpers zu unterstützen.

In der Vergangenheit wurden vereinzelt DNA-Addukt- oder Genotoxizitäts-Tests diskutiert oder experimentell eingesetzt.
Diese Verfahren sind nicht etabliert, nicht standardisiert, klinisch nicht validiert und heute keine anerkannte Routinediagnostik. Sie werden aktuell nicht regulär empfohlen.

Polymorphismentests untersuchen genetische Varianten (z. B. in Entgiftungs-, Mitochondrien- oder Neurotransmitter-relevanten Genen).
Sie können individuelle Vulnerabilitäten anzeigen, beweisen jedoch keine Schädigung und erklären nicht rückwirkend eine Ursache. Ihr Nutzen ist ergänzend, nicht diagnostisch beweisend.

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