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Floxkopf

Offizielle Warnungen
zu Fluorchinolonen

Was nationale und internationale
Gesundheitsbehörden zu Risiken und Nebenwirkungen sagen.

Symptome verstehen Hilfe finden →

Die folgenden Warnhinweise stammen von staatlichen Arzneimittelbehörden aus Deutschland, Europa und den USA. Sie basieren auf wissenschaftlicher Bewertung von Nebenwirkungen und Risiken und sind offiziell veröffentlicht.
Die Warnungen die von den jeweiligen Sicherheitsbehörden herausgegeben werden richten sich primär an Ärzt*innen und Apotheker’*innen, sind jedoch öffentlich zugänglich und rechtlich relevant.

BfArM

Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Zuständig für die Arzneimittelsicherheit in Deutschland, in enger Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

EMA

Europäische Arzneimittelagentur (EMA)

Koordiniert die Arzneimittelbewertung in der EU, unter Einbindung nationaler Behörden der Mitgliedstaaten (z. B. BfArM, ANSM, AIFA)

FDA

Food and Drug Administration (FDA)

Verantwortlich für Arzneimittelsicherheit in den USA, in Zusammenarbeit mit dem Centers for Disease Control and Prevention (CDC).

Die Warnungen die von den jeweiligen Sicherheitsbehörden herausgegeben werden richten sich primär an Ärzt*innen und Apotheker’*innen, sind jedoch öffentlich zugänglich und rechtlich relevant.

Offizielle Warnungen deutscher Behörden zu Fluorchinolonen

Fluorchinolone weisen eine außergewöhnliche Häufung behördlicher Sicherheitswarnungen auf.
In Deutschland wurden insgesamt acht Rote-Hand-Briefe veröffentlicht – ein Umfang, der bei anderen Medikamenten in dieser Form nicht zu beobachten ist.
Eine kompakte Druckversion aller Warnungen findest du hier unter „Offizielle Warnungen“.

Bayer
Moxifloxacin (Avalox® und Actimax®)
  • Lebensbedrohliche Leber- und Hautreaktionen (Hepatitis, SJS/TEN)
  • Nicht anwenden bei eingeschränkter Leberfunktion
  • Sofortiger Therapieabbruch bei Symptomen erforderlich
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bayer
Moxifloxacin Tabletten
(Avalox® / Octegra® / Actimax® / Actira®)
  • Indikation stark eingeschränkt (ABS, AECB, CAP)
  • Neue schwere Nebenwirkungen (Myasthenia gravis, Rhabdomyolyse, Arrhythmien)
  • Fahr- und Maschinenuntauglichkeit möglich (Bewusstseinsverlust)
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bfarm
Norfloxacin-haltige Arzneimittel
  • Keine Anwendung mehr bei akuter und chronischer komplizierter Pyelonephritis
  • Wirksamkeit bei komplizierter Nierenbeckenentzündung nicht belegt
  • Zulassung für diese Indikation entzogen
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Sanofi
TAVANIC® (Levofloxacin)
  • Einsatz nur eingeschränkt (Sinusitis, AECB, CAP, kompl. Haut-/Weichteilinfektionen)
  • Nur wenn Standardantibiotika nicht geeignet sind
  • Neue schwere Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen
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bfarm
Systemisch und inhalativ angewendete Fluorchinolone
  • Erhöhtes Risiko für Herzklappeninsuffizienz und -regurgitation
  • Besondere Vorsicht bei Risikopatient:innen, z. B. bei
    • angeborenen oder vorbestehenden Herzklappenfehlern, Bindegewebserkrankungen (Marfan- oder Ehlers-Danlos-Syndrom), Turner-Syndrom, Morbus Behçet, Bluthochdruck, rheumatoider Arthritis oder infektiöser Endokarditis
  • Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
    • bei Risikopersonen
    • bei Atemnot, bei
    • neu auftretendem Herzklopfen oder Ödemen im Bauchraum oder an den Extremitäten sofort ärztliche Abklärung
zum pdf →
bfarm
Systemisch und inhalativ angewendete Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika
  • Lang anhaltende, teils irreversible Nebenwirkungen bekannt
    Die berichteten Nebenwirkungen beeinträchtigen die Lebensqualität und betreffen vor allem
    den Bewegungsapparat (z. B. Sehnen, Muskeln, Gelenke) und das Nervensystem.
  • Nutzen-Risiko aller Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika EU-weit neu bewertet
  • Mehrere Chinolone vollständig vom Markt genommen
  • Klare Einschränkungen der Anwendung
  • Fluorchinolone NICHT anwenden bei
    • leichten oder selbstlimitierenden Infektionen
      (z. B. Pharyngitis, Tonsillitis, akute Bronchitis)
    • zur Prävention von Reisedurchfall oder wiederkehrenden Harnwegsinfektionen
    • nicht-bakteriellen Erkrankungen
      (z. B. nicht-bakterielle chronische Prostatitis)
    • leichten bis mittelschweren Infektionen,
      wenn andere Antibiotika geeignet sind, z. B.: unkomplizierte Blasenentzündung, akute Verschlechterung einer chronischen Lungenerkrankung (COPD), bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung, akute Mittelohrentzündung
    • Patient:innen mit früheren schweren Nebenwirkungen
      durch Chinolon- oder Fluorchinolon-Antibiotika
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bfarm
Systemisch und inhalativ angewendete Fluorchinolone
  • Erhöhtes Risiko für Herzklappeninsuffizienz und -regurgitation
  • Besondere Vorsicht bei Risikopatient:innen, z. B.
    • bei angeborenen oder vorbestehenden Herzklappenfehlern,
    • Bindegewebserkrankungen (Marfan- oder Ehlers-Danlos-Syndrom),
    • Turner-Syndrom, Morbus Behçet, Bluthochdruck, rheumatoider Arthritis oder infektiöser Endokarditis
  • Bei plötzlich auftretenden starken Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen sofort Notaufnahme
zum pdf →
bfarm
Systemisch und inhalativ angewendete fluorchinolonhaltige Antibiotika
  • Erinnerungsschreiben:
    • Betrifft alle Flurochinolone (Ciprofloxacin, Delafloxacin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Norfloxacin, Ofloxacin)
  • Keine Anwendung mehr bei akuter und chronischer komplizierter Pyelonephritis
  • Wirksamkeit bei komplizierter Nierenbeckenentzündung nicht belegt
  • Zulassung für diese Indikation entzogen
zum pdf →

Offizielle Warnungen der europäischen Behörde zu Fluorchinolonen

Nach einer umfangreichen Anhörung im Jahr 2018 veröffentlichte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erstmals eine EU-weite Sicherheitswarnung zu Fluorchinolonen.
Diese Warnung galt für mehrere Mitgliedstaaten gleichzeitig und wurde in 22 verschiedenen Sprachen herausgegeben – ein Hinweis auf die besondere Tragweite der festgestellten Risiken innerhalb der Europäischen Union.
Da die empfohlenen Maßnahmen nicht konsequent umgesetzt wurden, folgte im Jahr 2023 ein weiteres EU-weites Erinnerungsschreiben der EMA.
Eine kompakte Druckversion aller Warnungen findest du hier unter „Offizielle Warnungen“.

EMA
Behindernde und möglicherweise dauerhafte Nebenwirkungen führen zur Aussetzung oder Einschränkung der Verwendung von Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika
  • EU-weite Neubewertung wegen schwerer, teils dauerhafter Nebenwirkungen (Bewegungsapparat, Nervensystem)
  • Klasseneffekt bestätigt: behindernde und irreversible Schäden möglich
  • Mehrere Chinolone EU-weit vom Markt genommen
  • Fluorchinolone nur noch eingeschränkt anwenden (nur wenn keine geeigneten Alternativen bestehen)
EMA Verweis → zur Warnung →
EMA
Fluorchinolon-Antibiotika: Erinnerung an Maßnahmen zur Verringerung des Risikos langanhaltender, behindernder und möglicherweise irreversibler Nebenwirkungen
  • Erinnerungsschreiben an die Beschränkungen und behinderten und möglicherweise dauerhaften Nebenwirkungen
EMA news → zur Warnung →

Offizielle Warnungen der amerikanischen Behörde zu Fluorchinolonen

ddd
Eine kompakte Druckversion aller Warnungen findest du hier unter „Offizielle Warnungen“.

EMA
xx
  • x
EMA Verweis → zur Warnung →

Nationale Verzeichnisse & Empfehlungen

Was Behörden, Register und Fachstellen zu Fluorchinolon-Schäden dokumentieren.

Presse, Studien & Öffentlichkeit

Wie Fluorchinolon-Schäden öffentlich thematisiert werden – und was oft fehlt.

Häufige Schäden & Diagnosen

Was Betroffene berichten – und warum viele Diagnosen nicht eindeutig sind.

Warum Floxkopf ?

Floxkopf ist eine unabhängige Informations- und Orientierungsplattform
für Menschen mit Fluorchinolon-Schäden.
Ziel ist es, Zusammenhänge verständlich zu machen, Betroffene ernst zu nehmen
und vorhandenes Wissen zugänglich zu bündeln – ohne Dramatisierung,
ohne Aktionismus.

Mehr über Floxkopf → Mehr über Floxkopf →

Dokumente & Übersichten

Flyer, Factsheets und strukturierte Inhalte zur Weitergabe

Zu den Materialien →
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